a peaceful place

Schöne Bescheidenheit

In Montevideo habe ich einen Türken und einen Deutschen getroffen, die eine zeitlang gemeinsam unterwegs waren. Sie waren gerade erst aus einem kleinen Fischerdorf namens Cabo Polonio gekommen, von dem sie gar nicht aufhören konnten zu schwärmen. Ein Blick auf die Karte verriet mir, dass dieses Dorf in meiner angestrebten Richtung lag, ergo hatte ich mein nächstes Etappenziel gefunden.

Am Samstagmorgen frühstücke ich noch in Punta del Este und neben dann recht zeitig einen Stadtbus richtung Osten. Die Absicht dahinter ist, dass mich dieser ein wenig aus der Stadt rausbringt. Somit wird es hoffentlich leichter per Anhalter einen Lift zu bekommen. Da mein Bus die Küste immer weiter entlang fährt, nutze ich die Gelegenheit und bleibe über mein angstrebtes Ziel hinaus sitzen. Jeder Kilometer zählt nun mal wenn man den Daumen raushalten möchte. Endstation ist das gut 30km entfernte Feriendörfchen José Ignacio, wo ich eine kleine Pause am Strand einlege und die Ruhe genieße.

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Die Sonne brennt bereits vom Himmel und so mache ich mich wieder auf den Weg zur Hauptstraße. Ich freue mich wieder trampen zu können. Diese Art des Reisens birgt ein gewisses Suchtpotential, da es ein unglaublich befriedigendes Gefühl ist, wenn man per Anhalter an sein Ziel kommt. Wenn man es nicht schafft, steht man ziemlich blöd da, aber das macht es gerade aus – ich liebe diese kleinen Abenteuer. Außerdem bekommt man beim Hitchhiking die Chance sich mit den Einheimischen mal wirklich austauschen zu können. Wann hat man sonst die Möglichkeit sich für eine längere Zeit mit jemandem, den man nicht kennt, zusammenzusetzen und einfach nur zu reden?

Wieder zurück an der Küstenstraße, suche ich mir eine geeignete Stelle und warte. Ich bin mir nicht sicher, ob es daran liegt, dass es Samstag ist, aber es kommt kaum ein Auto vorbei.

Nach einer guten halben Stunde hält zum ersten Mal jemand an. Allerdings nur um mir zu sagen, dass ich auf diesem Teil der Straße keine großen Chancen habe mitgenommen zu werden. Diese wird lediglich für den Regionalverkehr genutzt. Für weitere Strecken müsse ich auf die Schnellstraße im Landesinneren kommen.

Auch wenn das keine guten Neuigkeiten sind, bin ich froh über den Tipp und laufe bis zur Zufahrtsstraße zu besagter Schnellstraße. Hier scheinen zwar noch weniger Autos vorbeizukommen, aber wenigstens finde ich ein schattiges Plätzchen, das mich vor der wütenden Sonne bewahrt.

Irgendwann habe ich Glück und eine junge Frau hält an. Sie fährt zwar nicht weit, kann mich aber bis zur Schnellstraße bringen. Dankend willige ich ein und wir setzen uns gemeinsam in Bewegung. Da sie selbst viel per Anhalter reist, hat sie ein Herz für Gleichgesinnte. Bevor sie zu ihrem Dorf abbiegt, lässt sie mich raus, ich bedanke mich herzlich und suche mir erneut einen guten Platz.

Allerdings finde ich keinen. Es gibt weder Kurven, noch Neigungen und schon garkeine Buchten zum Anhalten. Während ich die Straße entlang laufe, verfolgen mich am Straßenrand ein paar Kühe, die mich ansehen, als hätten sie noch nie einen Menschen gesehen. Obwohl es heiß ist und ich gerade irgendwo in Uruguay stehe, fühle ich mich gut und lasse meinen Gedanken freien lauf, während ich warte. Mir kommt die Idee von Zeit zu Zeit, basierend auf meinen Erlebnissen, ein Tramper-Regelwerk aufzubauen.

Hitchhiking-Regel N° 1: Egal wo und wie lange du wartest, es wird immer jemand kommen, der dich mitnimmt.

Nach einer guten Stunde hält ein Reisebus am Straßenrand an. Eigentlich wollte ich es vermeiden wieder einen Bus zu nehmen, aber angesichts meiner schlechten Lage auf der Schnellstraße, der heißen Sonne und dem Umstand, dass der Bus direkt bis Cabo Polonio fährt, steige ich dankend ein.

Hitchhiking-Regel N° 2: Sei nicht darauf fixiert per Anhalter zu reisen. Manchmal ist es tatsächlich besser einen Bus, Zug, Schiff oder Taxi zu nehmen.

Nachdem ich eine Weile stehen musste, bietet mir eine Frau mit drei kleinen Kindern einen Platz an, indem sie das Jüngste auf ihren Schoß nimmt. Vor allem die Älteste – vielleicht sieben oder acht Jahre alt – scheint davon unglaublich fasziniert zu sein, dass ich mit dem Flugzeug gereist sei und so erfülle ich meine Pflicht und erzähle ihr etwas übers Fliegen (so gut es mein spanisch eben zulässt). Die Angst vorm Fliegen konnte ich ihr damit zwar nicht nehmen, aber wenigstens bin ich um eine nette Begegnung bereichert worden. Nennt sich das Sozialkapitalismus?

Nach einem Halt in Rocha, unzähligen Präriekilometern und noch unzähligeren Kuhherden am Straßenrand kommen wir an der Zufahrt zu meinem Zielort an. Viel getrampt bin ich heute leider nicht, aber zu mindest habe ich mein Ziel erreicht.

Cabo Polonio

Das Fischerdorf, zu dem ich möchte, liegt auf einem kleinen Kap an der Atlantikküste. Cabo Polonio ist umgeben vom gleichnamigen Nationalpark und schützt damit schon seit langer Zeit einen kleinen Flecken unberührter Natur. Es gibt keine richtige Straße zum Dorf und so bleibt einem nur die Möglichkeit zu Fuß zu gehen oder ein Ticket für eines der allradgetriebenen Shuttle-Fahrzeuge zu erwerben. Einen kurzen Augenblick spiele ich mit dem Gedanken mich auf den zweistündigen Fußmarsch zu machen, aber angesichts der Hitze und meinem schweren Gepäck zahle ich dann doch für eine Fahrt und nehme gerade noch rechtzeitig im umgrüsteten Militärfahrzeug platz.

Ein Viertel Stunde lang geht es über sandige Feldwege, durch Wälder und Tümpel, bis sich die Vegetation lichtet und wir den Strand erreichen. Nachdem ich mich bis jetzt fast ausschließlich in urbanisierten Gebieten aufgehalten habe, tut mir die Fahrt durch das Naturreservat sehr gut. Ich freue mich jetzt schon darüber, die Entscheidung getroffen zu haben, hier hin zu kommen.

Im Dorf angekommen, suche ich mir erstmal ein Unterkunft. Ich muss nicht viel vergleichen, denn ich weiß schon wo ich hinmöchte; koste es was es wolle. Das Viejo Lobo Hostel.

Das Hostel spiegelt den Flair dieses Dörfchens ziemlich gut wieder. Alles ist hier mehr oder weniger behelfsmäßig zusammengzimmert und verbindet dennoch praktische mit ästhetischen Elementen. Es gibt hier weder Strom noch Internet. Der nächste Bankautomat ist über fünfzig kilometer entfernt, aber Autos gibt es hier auch nicht. Dafür gibt es hier freilaufende Hühner, Pferde und Hunde. Die Leute haben keine Schlösser an den Türen und das ganze Dorf kennt sich persönlich. Es ist als wäre man über ein halbes Jahrhundert nach hinten versetzt worden. Und es ist wunderschön.

Auf das Dorf werde ich später allerdings noch mehr eingehen. Jetzt gehe ich erstmal auf einen Spaziergang an den Strand. Hier gibt es nämlich noch etwas ganz anderes zu sehen. Man hört es schon von weitem, doch zu Gesicht bekommt man es erst, wenn man den felsigen Teil der Küste erreicht.

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Unterhalb des Leuchtturmes ist es dann soweit. Was hier so jault und faucht ist eine ganze Seelöwen Kolonie, welche die frühen Abendstunden auf den warmen Steinen der Felsenküste genießt. Ich setze mich auf einen Felsen und sehe dem Treiben der Tiere zu. Mein Blick braucht einen kurzen Augenblick, um sich der Szenerie anzupassen. Mit der Zeit entdecke ich mehr und mehr dieser Geschöpfe, die sich im Ruhezustand kaum von ihrer felsigen Umgebung abheben. Ab und zu sieht man einen Seelöwen im Wasser vor der Küste nach Fischen tauchen, doch die große Mehrheit liegt einfach nur da und erfreut sich an der Abendsonne. Das rauschen des Meeres vermischt sich mit dem Kreischen der Jungtiere zu einer herrlich lebendigen Geräuschkulisse.

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Lange sitze ich einfach nur da, staune und lausche. Es ist nicht spektakulär, doch es ist friedvoll. Ab und zu suche ich mir einen neuen Sitzplatz für einen anderen Blickwinkel, doch die Zeit scheint einfach still zu stehen. Als hätte jemand seine Sanduhr mit Honig gefüllt, um zu verhindern, dass es Abend wird.

Gelegentlich bekommt man einen der Revierkämpfe mit, die aus dem Nichts in eine lautstarke Konfrontation ausarten, aber auch genauso schnell wieder abebbevorbei sind. Und auch diese können dem hiesigen Idyll nichts anhaben. Ganz im Gegenteil, ohne Probleme gibt es auch keine Perfektion.

Wie schwierig es teilweise ist die bewegungslosen Seelöwen in mitten ihrem steinigen Umfeld zu sehen könnt ihr anhand von folgendem Bild mal selbst testen. Ich komme auf sieben Tiere, wie viele zählt ihr?

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Irgendwann näherte sich die Sonne doch dem Horizont und es wird Zeit für mich ins Dorf zurückzukehren. Ich bin mir nicht sicher, ob die Einwohner wissen wie ähnlich sie ihren tierischen Nachbarn eigentlich sind. Auch das Dorf strahlt eine unglaubliche Ruhe und Frieden aus.

Nachdem ich mir etwas gekocht habe, ist es bereits ziemlich dunkel und die Besitzerin des Hostels zündet Kerzen an, um uns ein wenig Licht zu spenden. Ich bin mit einem Argentinier aus Bariloche und einem Kalifornier ins Gespräch gekommen und wir verbringen den Abend gemeinsam. Irgendwann enden wir alle in einer Hängematten und bewundern den Sternenhimmel. Gegenstrahlung gibt es hier nicht. Hier gibt es nur Sterne. Sehr viele Sterne.

Am nächsten Morgen lasse ich es ruhig angehen und beginne mit einer Spanischlektion in der Hängematte. Das Wetter ist großartig und die Ruhe dieses Ortes tut mir gut. Auch dass es hier kein Internet gibt gefällt mir. Während meiner Reise habe ich zwar nur in den Hostels Zugang zum Netz, doch dort lebt man mit der ständigen Gefahr irgendwelchen Input zu bekommen und dann auf etwas zu stoßen, dass einen auch noch interessiert. Außerdem kann sich hier schlichtweg niemand hinter seinem Smartphone verstecken. Die Leute sind gezwungen zusammenzurücken und sich zu unterhalten. Das klingt zwar banal, doch so ist das heute nun mal.

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Gegen Mittag mache ich mich auf zu einer kleinen Dünenwanderung. Ich laufe zunächst ein gutes Stück am Strand entlang und steche dann quer in die großen Wanderdünen. Zwei Stunden lang gibt es für mich nur Wind und Sand, im Hintergrund das Meer und auf der anderen Seite der Waldrand. Irgendwann nähere ich mich wieder dem Dorf und bekomme einen guten Überblick über diese Ansammlung von verstreuten Hütten. Es ist von weitem kein schöner Ort, aber wie war das nochmal? Es sind doch die inneren Werte die zählen.

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Als ich zum Dorf zurückkehre bekomme ich ernsthaft Probleme, da die stachelige Vegetation es auf meine Füße abgesehen hat. Für die letzten hundert Meter brauche ich locker zehn Minuten. Allerdings komme ich so an ein paar wundervollen Hütten vorbei, die weit abseits des Dorfzentrums stehen.

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Es leben hier heutzutage nur noch ein paar Fischer. Die meisten Leben mittlerweile vom Tourismus oder sind ganz einfach Aussteiger, die ein ruhiges Leben beforzugen. Die Leute haben ihren eigenen Gemüsegarten und für alles andere gibt es zwei kleine Läden, in denen man seine Rechnung noch per Hand geschrieben bekommt. Es gibt weder eine Bank, noch eine Post und schon gar nicht andere Annehmlichkeiten des zivilisierten Lebens. Wer einen Kühlschrank hat, wird diesen vermutlich über ein kleines Windrat oder einen Generator am Laufen halten.

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Und auch das ist Uruguay. Als ich zurückkomme sind die Betreiber meines Hostels gerade dabei ihre Marihuana-Ernte zu verarbeite. Diese wurde später mit Butter verkocht, um damit in Zukunft damit backen zu können. Seit ein paar Jahren gibt es hier die liberalsten Drogengesetzgebungen ganz Südamerikas. Wer sich registrieren lässt hat die Erlaubnis dauerthaft bis zu sechs Pflanzen zu kultivieren. Anbau und Konsum sind jedoch nur in privatem Maße gestattet. Eine Kommerzialisierung und der Verkauf der Droge sind nach wie vor unter Strafe gestellt. Wie mir mein Gastgeber erzählt wird dem von der Polizei allerdings kaum Beachtung geschenkt. Diese seien so gut wie nur auf die Verfolgung der harten Drogen fokussiert. Zwischen Tomaten und Gurken wachsen auch in seinem Garten Hanfpflanzen. Man riecht sie, bevor man sie sieht.

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Am Abend wird es deutlich Kälter und wir entfachen ein Lagerfeuer vor dem dem Hostel, um uns zu wärmen. Mit dabei ist eine Kalifornierin, ihr Freund aus Chile, zwei Uruguayer und eine Brasilianerin. Letztere fährt morgen nach Chuy, eine Stadt an der brasilianischen Grenze und erklärt sich dazu bereit mich mitzunehmen. Da ich plane von hier das Land zu durchkreuzen, muss Chuy ohnehin meine nächste Station sein und ich freue mich bereits eine erste Mitfahrgelegenheit zu haben.

Wir bleiben lange am Lagerfeuer sitzen und unterhalten uns angeregt. Es ist eine angenehme Truppe und ich freue mich über diesen schönen Abend und den gelungeneb Abschied von Capo Polonio.

Da ich am nächsten Morgen den ersten Truck um sieben Uhr nehmen muss, um mit der Brasilianerin nach Chuy fahren zu können, verabschiede ich mich irgendwann und lege mich schlafen. Ich habe in diesem Ort nie auf die Uhr gesehen, aber ich denke es war spät, als ich ins Bett gegangen bin…

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Am nächsten Morgen wache ich ohne meinen Wecker auf. Ein Blick auf die Uhr sagt mir, dass es fünf nach sieben ist. Ein Blick aus der Tür sagt mir dass der Truck schon weg ist. Verdammte scheiße aber auch. Da hatte ich eine sichere Mitfahrgelegenheit und ich habe es vermasselt. Diese Wecker und ich werden wohl niemals Freunde werden.

Nun muss ich die Situation halt so nehmen wie sie ist und frühstücke erstmal in aller Ruhe. Ein Pferd steht vor meinem Hostel und leistet mir dabei Gesellschaft. Dieser Ort steckt voller kleiner Überraschungen. Ein klein wenig bin ich nun doch froh noch nicht abgereist zu sein.

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Aus meinem Plan per Anhalter an einem Tag bis an die argentinische Grenze zu kommen, allerdings höchstwahrscheinlich nichts mehr werden. Dennoch möchte ich keine Zeit vergeuden und versuchen einfach so weit wie möglich zu kommen. Der nächste Shuttletruck fährt allerdings erst um elf Uhr und so lange möchte ich nicht mehr warten. Also schultere ich meinen Rucksack und mache mich zu Fuß auf den Weg.

Als ich loslaufe hängt noch ein dichter Nebelschleier über dem Dorf und spended kühle Feuchtigkeit. Schon vor meinem Hostel laufen mir zwei streunende Hunde zu und begleiten mich, während ich das Dorf hinter mir lasse. Da es hier weder Wanderwege noch richtige Straßen gibt folgen ich und meine beiden Gefährten einfach den Spuren des Trucks, um aus dem Nationalpark zu gelangen.

Leichter gesagt als getan, denn ab einem gewissen Punkt scheint der Wind meine Pläne durchkreuzt zu haben und mir bleibt nur übrig auf gut Glück weiter zu laufen. Zur Not könne ich ja immernoch ins nahe gelegen Dorf zurückkehren. Irgendwann entdecke ich am Strand ein „Salida“-Schild und verlasse diesen dort um mich fortan durch die Dünen zu kämpfen. Hier finde ich wieder Reifenspuren, doch nach den tiefen Furchen des Militärfahrzeugs sehen diese nicht aus. Aber Auto ist Auto, denke ich mir, denn von irgendwo müssen die anderen Fahrzeuge ja auch herkommen.

Mittlerweile hat sich der schutzbringende Nebel vollkommen verzogen und ich bin der bereits starken Sonne in den Dünen schutzlos ausgeliefert. Zusätzlich bin ich mit meinem gesamten Gepäck beladen und komme in dem feinen Sand nur schwer voran. Während ich schon stark ins schwitzen komme, scheint es meinen Begleitern noch blendend zu gehen. Diese Jagen jedem noch so kleinen Geräusch in vollem Tempo hinterher und ärgern die Vögel, welche mit sturzflugartigen Manövern versuchen ihr Revier zu verteidigen. Die Hunde kehren danach immer wieder zu mir zurück und ich entscheide sie auf Grund ihres Aussehens Blackie und Marmorkuchen zu nennen.

Irgendwann erreiche ich endlich den rettenden Wald und ich gelange auf einen Feldweg, der weiter hineinführt. Nun bin ich mir ganz sicher, dass ich bei meiner Ankunft nicht diesen Weg genommen habe. Zum Ende waren es allerdings nicht wenige Autospuren die dorthin führten und so bleibe ich weiterhin auf dem Feldweg. Blackie und Marmorkuchen jagen nun nur noch selten Geräuschen hinterher, denn auch sie bekommen die Hitze so langsam zu spüren. Später trotten die beiden nurnoch gemächlich an meiner Seite und man kann ihnen die Anstrengung deutlich ansehen. Mein leidverzerrtes Gesicht muss ich mir in diesem Moment glücklicherweise nicht selbst antun. Auch ich hätte jetzt gerne eine Abkühlung, aber ich lasse Blackie den Vortritt.

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Eine ganze Weile führt diese Straße durch den Wald und trotz der ganzen Strapazen mit Hitze und Gepäck ist es eine schöne Wanderung. Unschön wird es erst als ich den Wald verlasse und die letzten drei Kilometer in praller Sonne bis zum Parkeingang vor mir liegen. Jetzt leide ich richtig. Das könnt ihr mir glauben. Und meine Leidensgenossen laufen ebenso nur noch von Busch zu Busch, um sich dort jeweils für ein paar Sekunden im Schatten ausruhen zu können. Bald habe ich es allerding geschafft, jetzt liegt nur noch die Zielgerade vor mir und Marmorkuchen bereitet mir den Weg.

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Als ich im Eingangszentrum zum Park ankomme bin ich fix und fertig. Ich kaufe mir eine Empanada und teile sie mit meinen beiden Freunden. Nachdem ich mich ein paar Minuten ausgeruht habe mache ich mich auf den Weg zur Straße. Ich habe heute noch viel vor und diesmal wird es keine leichte Route.

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