Asunción (Das Biest) 

Eine gefährliche Hauptstadt 

Paragaguay liegt im Herzen Südamerikas und doch wird das Land von Besuchern oftmals umgangen. Alleine an der Anzahl Hostels in seiner Hauptstadt kann man erkennen, dass Tourismus hier kein großer Wirtschaftszweig ist. Auf den ersten Blick mag das für mich als Reisender vielleicht nicht optimal sein, doch dahinter verbirgt sich die Möglichkeit ein Land ohne gesellschaftliche Anpassungen an internationalen Tourismus kennenlernen zu können. Die Menschen verlassen sich hier nicht auf Ausländer, die mit gefüllten Taschen kommen, sondern haben ihre Probleme aus eigener Kraft und mit eigenen Mitteln zu lösen. Unter anderem war Paraguay deswegen besonders interessant. 

Da Wikipedia nie lügt, leben dort knapp sieben Millionen Menschen, von denen etwa ein Drittel in der Metropolregion von Asunción, Paraguays Hauptstadt, leben. Ende November war es für eine gute Woche dann noch einer mehr. Es gab mehrere Gründe die mich dazu bewegt haben dort so lange zu verweilen. Vor allem ist diese Stadt aber ein Ort voller Gegensätze.  

Infrastruktur 

Asunción ist ein großes Chaos. In der Regel sind die Straßen in einem sehr schlechten Zustand und von den darauf fahrenden Autos möchte ich garnicht erst sprechen. Das eigentliche Problem besteht jedoch mehr aus den Verkehrsteilnehmer. Wenn zu unserer hochgeschätzten StvO überhaupt ein paraguayanisches Pendant existiert, dann nur als gut gehütetes Geheimnis. Rote Ampeln werden überfahren, anderen wird die Vorfahrt genommen und von rechts zu überholen scheint ohnehin normal zu sein. Vor allem als Fußgänger muss man zu jeder Zeit mit allem rechnen. Auf die Hilfe der Polizei kann man dabei auch nicht hoffen, denn die verhalten sich im Straßenverkehr kein wenig besser. Desweiteren hat Asunción teilweise ein echtes Problem mit Gehwegen. Theoretisch sind diese zwar überall vorhanden, aber in manchen Vierteln klaffen darin riesige Löcher oder sie werden als Müllhalden benutzt. 

Ich bin mir nicht sicher, ob es eine organisierte Müllabfuhr gibt, aber es liegt generell sehr viel Abfall auf den Straßen. Vor allem auf den Hauptachsen sammelt sich dieser zu großen Häufen und verbreitet einen intensiven Geruch. Dem muss man allerdings hinzufügen, dass sich die menschliche Nase unglaublich schnell an den Gestank gewöhnt und diesen professionell ausblendet. 

Eines der letzten Rätsel des 21. Jahrhunderts wird sein, das Stromnetz Asuncións zu verstehen. Die Stromkabel verlaufen ohne jede Regel und ballen sich an den Masten manchmal zu großen Knäuelen. Daraus hängen dann einige Kabel einfach heraus und enden ziellos auf dem Boden. Ich schätze mal, wer einen weiteren Stromanschluss benötigt, nimmt sich einfach zwei der herumliegenden Kabel oder zapft eine bereits bestehende Verbindung an; danach sieht es jedenfalls aus. Stromausfälle waren während meines Aufenthaltes in Asunción auch keine Seltenheit. Ich weiß nicht genau, worauf man die in diesem Fall zurückführen kann, aber für mich liegt eine Verbindung mit dem Chaos der Leitungen mehr als nahe. 

Der Zustand der Immobilien gleicht in etwa dem Zustand der Straßen. Man findet auch moderne und renovierte Häuser, doch es dauert nie lange, bis diese wieder von einer völligen Bruchbude abgelöst werden. Nicht selten sieht man auch völlig leer stehende Häuser oder Bairuinen. 

Hoch hinaus

Auf der anderen Seite sprießen in Asuncións Zentrum neue Hochhäuser geradezu wie Pilze aus dem Boden. Viele davon sind noch nicht fertiggestellt und unbewohnt, doch das wäre erstmal zweitrangig, wie man mir sagte. Ironischerweise dienen viele dieser gut sichtbaren Bauten nämlich dem Zweck der Geldwäsche. Über Drogenhandel oder andere illegale Machenschaften verdientes Geld wird auf diese Weise nur einen Steinwurf vom Regierungsviertel in die legale Wirtschaft integriert. 

Dass nicht viel dagegen unternommen wird, zeigt was für ein großes Problem Paraguay mit Korruption hat. Es spielt dabei keine Rolle, ob es sich um Großinvestitionen von Schwarzgeld oder einen Behördengang des kleines Mannes handelt. Wie mir ein Deutscher in meinem Hostel erzählte, der gerade auf seine paraguayanische Einbürgerung wartete, zahle auch er dem Sachbearbeiter einen dreistelligen Dollarbetrag, damit seine Akte auf dem Tisch zur Bearbeitung ganz oben liege, was den Prozess um mehrere Monate verkürzen würde. Ganz einfach: Wer eine Extrawurst will, bekommt sie auch, solange man das nötige Kleingeld hat. 

Neu-Deutschland

Ein deutscher, der gerade auf seine paraguayanische Einbürgerung wartet? Ja, ihr habt richtig gelesen und ich spreche hier nicht von einem Einzelfall. Insgesamt waren in meinem Hostel mehr Deutsche als ich auf meiner gesamten bisherigen Reise getroffen habe. Vier von ihnen waren schon seit mehreren Monaten in Paraguay und warteten gerade auf ihre neue Staatsangehörigkeit. Sobald man ein gewisses Eigenkapital vorweisen kann, hat man alle Voraussetzungen erfüllt um einen hiesigen Personalausweis und somit die Staatsbürgerschaft und eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis zu erhalten. Für ihre Zukunft in Paraguay verfolgten alle vier unterschiedliche Konzepte. Der eine arbeitete im E-commerce und war somit Standort unabhängig, der andere war bereits im Rentenalter und plante nicht mehr zu arbeiten, ein weiterer hatte ein paar Freunde in einer deutschen Gemeinschaft von Selbstversorgern und der letzte hatte überhaupt keinen Plan, aber eine Immobilie in Deutschland, von der er in Paraguay ganz gut leben kann. 

Sie erzählten mir, dass es im Osten Paraguays bereits viele Gemeinden deutscher Auswanderer gäbe, deren Beispiel sie gefolgt seien. Aber warum verlassen zur Zeit so viele Deutsche ihre Heimat? Und warum zieht es sie gerade nach Paraguay? Nun da gibt es unterschiedliche und identische Beweggründe. Bei der letzten Frage waren sich alle einig. Paraguays Immigrationspolitik ist vor allem europäischen Einwanderern sehr wohlgesonnen. Mit nichts als einem vierstelligen Betrag auf dem Bankkonto bekommt man bereits die Staatsbürgerschaft zugesprochen. Andere Staaten in Südamerika stellen da durchaus strengere Bedingungen. Dies hat zur Folge, dass sich mit der Zeit ganze deutsche (oder andere europäische) Kommunen gebildet haben, die wie ein Sog auf Wunschauswanderer wirken. Die Leute gehen nämlich lieber dort hin, wo sie sich weiterhin in ihrer Muttersprache unterhalten können. Desweiteren kann man seine Lebensunterhaltskosten hier bereits mit sehr wenig decken. Außerdem genießt man auf Grund der Korruption so einige Privilegien, wenn man ein wenig Kleingeld hat. Beispielsweise ist in Deutschland ist vor dem Gesetz jeder gleich. In Paraguay ist man mit einem dicken Geldbeutel vielleicht etwas gleicher als andere. 

Warum möchte man Deutschland nun aber verlassen? Was alle gemeinsam hatten, war dass sie für sich in Europa keine Zukunft mehr sahen, wer hätte das gedacht. Es gäbe zu viele Restriktionen und überhaupt reiche das Geld nicht mehr zum Leben. Darin lese ich vor allem den Wunsch nach mehr Selbstbestimmung und Eigenverantwortung. Man möchte nicht, dass Vater Staat die eigene Freiheit einschränkt. Dann war da noch die Angst vor Europas dunkler Zukunft. Mit den Flüchtlingen würde Europa zunehmend islamisiert werden, da muslimische Familien im Durchschnitt mehr Kinder bekommen. Mit den Flüchtlingen würde außerdem die Kriminalität und der Terror Einzug nach Deutschland erhalten. 

Bei dem einen überwog zwar der Freiheitsgedanke und bei den anderen waren es die Flüchtlingen, doch in einem Punkt waren sich alle einig: Auf kurz oder lang sei Deutschland verloren und es wäre besser sich bereits jetzt ein zweites Standbein aufzubauen. Welcher Punkt auch immer stärker ist, ich sehe darin eine starke Parallele zum europäischen Populismus. Viel mehr klingt es für mich sogar danach, dass Auswandern dann in Frage kommt, wenn AfD wählen und Montagabends durch Dresden marschieren nicht mehr genügt. Zu meinem Erstaunen waren aber alle sehr nette Kerle, mit denen man sich gut unterhalten konnte. Sie waren stets bereit offen über Ihre Meinung zu sprechen und auch zwischenmenschlichen sehr angenehm. Das hat mich daran erinnert, dass wir auch in Europa wieder mehr den Dialog zwischen unserer gespaltenen Gesellschaft suchen sollten. Selbstverständlich kann es anstrengend sein, wenn man an einem gewissen Punkt immer auf eine festgemauerte Meinung trifft, doch wer nichts versucht wird auch nichts erreichen. 

Wüste und Tropen

Auch was das Wetter angeht ist Asunción ein Ort voller Gegensätze. In der Regel herrscht dort eine drückende Hitze. Wer mittags das Haus verlässt schaut bereits dem Hitzetod ins Auge. Manchmal kocht die Stadt dann über und braut ein ordentliches Gewitter zusammen. Binnen Sekunden fängt es heftig an zu regnen und setzt alles unter Wasser. Wer sich zu diesem Zeitpunkt an einem sicheren Ort wie in meinem Hostel befindet, hat nichts zu befürchten. 

Da wir bei diesem Regenbruch ohnehin schon durchnässt waren, sind wir alle gemeinsam in den Pool gesprungen und haben den Regen von dort aus genossen. Wer sich in diesem Moment allerdings auf der Straße befand, hatte ein echtes Problem. Binnen Sekunden ist alles überschwämmt, die Kanalisation streikt und sintflutartige Bäche laufen durch die hügelige Stadt. Was das für den ohnehin chaotischen Verkehr bedeutet, kann man sich ausmalen. Das größte Problem haben jedoch nicht die Verkehrsteilnehmer, sondern genau die, die sich überhaupt kein Auto leisten können: die Einwohner der Favelas. Wer in Südamerika am Flussufer wohnt gehört nicht zu den Privilegierten, sondern zu den Ärmsten der Ärmsten. Diese schwellen bei solchen Regenbrüchen nämlich schnell an und treten über die Ufer. Nicht weit vom Stadtzentrum findet man eine recht neues Armenviertel, da die Einwohner von der anderen Seite des Flusses bei einer solchen Überschwemmung ihr Hab und Gut zusammen nehmen und sich einen höher gelegenen Ort für ihre Brettersiedlung suchen mussten. Paradoxerweise befindet sich diese noch immer in unmittelbarer Nähe zum Flussufer. 

Nun stelle man sich vor, dass diese Menschen ohnehin schon nur behälfsmäßig zusammengezimmerte Behausungen haben. Binnen weniger Tage müssen sie dann alles so gut es geht zusammenpacken und sich einen neuen Ort suchen, um ihre Unterkunft wieder aufzubauen. 

Unsichtbare Grenzen

Erstaunlich an dieser Brettersiedlung ist, dass sie sich in unmittelbarer Nähe zum Regierungsviertel befindet. Größer könnte der Gegensatz zwischen Arm und Reich auf einen Blick nicht sein. Befindet man sich im einen Moment noch vor dem nationalen Parlament, so ist man nur wenige Schritte weiter schon bei der Favela. Dieses Phänomen ist in Asunción kein Einzelfall; ich hatte das Gefühl, dass diese Stadt voller unsichtbarer Grenzen ist. Mehrmals ist es mir passiert, dass ich mich nach einem Ort erkundigen wollte und zu hören bekam, dass man dort lieber nicht hingehen sollte, obwohl der Ort ganz in der Nähe war. 

Der größte Unterschied besteht allerdings im Wechsel zwischen Tag und Nacht. Bei Einbruch der Dunkelheit scheint sich die gesamte Stadt in einen gefährlichen Ort zu verwandeln und viele Einwohner fürchten sich tatsächlich davor ihre Häuser zu verlassen. Dies erklärt auch warum ich bei meiner nächtlichen Ankunft so wenig Leute auf der Straße getroffen habe. Mir ist bis heute nicht ganz klar, wie die Dunkelheit eine so starke Auswirkung auf die Sicherheitslage haben kann, doch für die Anwohner Asuncions scheint das eine logische Schlussfolgerung zu sein. Solange du nicht nicht verrückt oder lebensmüde bist gehst du Nachts nicht aus dem Haus. 

Securitylessons

Dass die Einwohner sich in ihrer Stadt nicht sicher fühlen sieht man an den verschiedensten Vorsichtsmaßnahmen. Vor größeren Supermärkten stehen beispielsweise immer bewaffnete Sicherheitsmänner. Bei kleineren Geschäften und Kiosken ist es oftmals der Fall, dass diese gar nicht betretbar sind. Hier bekommt man seine Produkte einfach durch die dauerhaft vergitterte Ladenfront durchgereicht. Auch mein Hostel war mit einer soliden Sicherheitstür gesichert, was zur Folge hatte, dass man zum Passieren immer klingeln und warten musste, bis die Tür vom Hostelbesitzer manuell geöffnet wurde.  

Am meisten über die aktuelle Sicherheitslage habe ich von den Langzeitgästen meines Hostels erfahren. Vor allem Nachts dürfe man sich nur als Gruppe durch die Stadt bewegen (ups). Grund des Schreckens seien die Motorradfahrer, welche Passanten in die Zwänge nehmen und scheinbar kaltblütig das Feuer eröffnen, sobald sie das Gefühl hätten, bei dir wäre etwas zu holen. Es war sehr beliebt zu sagen, dass diese dich auch für eine Packung Zigaretten erschießen würden, wobei ich das für eine Übertreibung halte. 

Wovon ich allerdings überzeugt bin, ist dass in Paraguay tatsächlich viele Waffen im Umlauf sind. Ich habe nämlich aus erster Hand erfahren, dass es keine große Kunst ist sich eine Handfeuerwaffe zu besorgen. Hierzu möchte ich euch gerne Frank vorstellen. Er stammt aus den Niederlanden, ist mitte zwanzig und verdient schon seit er fünfzehn Jahre alt ist sein Geld mit dem Onlinehandel von Aktien. Er befindet sich schon seit einiger Zeit in Paraguay und hat davon mehrere Wochen in Ciudad del Este verbracht. Wie er mir erzählte, hätte er die Stadt als sehr gefährlich empfunden und sich überhaupt nicht sicher gefühlt. Als wäre es das Normalste auf der Welt, sagte er mir dann im Nebensatz, dass er sich dort deswegen eine Pistole gekauft hat. Sie ist sehr klein und er trägt sie immer bei sich, indem er sie in seinen Socken steckt. Und tatsächlich kann man sie erkennen, wenn man genau hinsieht. 

Frank ist ein unglaublich netter Kerl, aber ich glaube, dass mit ihm etwas nicht stimmt. Ich schätze ihn grundsätzlich als sehr intelligent ein, doch in gewissen Situationen scheint bei ihm die Logik einfach abzuschalten. Dann sieht man dieses unheimliche Flackern der Begeisterung in seinen Augen. Wenn ein Gedanke dieses Feuer entfacht, werde alle anderen automatisch aus dem Weg geräumt. Ich denke diese Zielstrebigkeit kann allgemein zu zweierlei, gutem oder schlechtem, führen. So viel zur Psychoanalyse; worauf ich eigentlich hinauswill ist, dass Frank meiner Meinung nach keine Sekunde zögern würde seine Waffe zu benutzen. 

An diesem Punkt stellt sich mir allerdings die alles entscheidende Frage: Sind die eigenen Überlebenschancen mit oder ohne Waffe höher? Stellen wir uns mal folgendes Szenario vor: Man läuft spät Abends alleine durch die Straßen Asuncións nach Hause, weil man noch mit Freunden etwas trinken war. Es ist bereits dunkel, doch die Stimmung ist friedlich und es sind nur wenig Leute unterwegs. Wie aus dem Nichts fährt von hinten plötzlich ein Motorradfahrer an dich heran und sein Hintermann zieht eine Waffe. Während er auf dich zielt, schreit er dich an, ihm sofort dein Geld und dein Handy zu geben. Nun hast du folgende zwei Möglichkeiten:

1. Du tust, was dir befohlen wurde und gibst alles her, was du hast. Im Idealfall hast du ohnehin nicht dein gesamtes Geld dabei und dein Handy zum Ausgehen daheim gelassen. Nachdem du alles übergeben hast, kannst du nur hoffen, dass dein Gegenüber dir das auch glaubt. Und selbst wenn das der Fall ist, musst du noch darauf pochen, dass er dich nicht trotzdem über den Haufen schießt, um dich als Zeugen aus dem Weg zu räumen. 

2. Du gibst den Anscheim, als würdest du deine Sachen zur Übergabe herausholen und ziehst dabei deine Pistole. Sofern du dazu kommst, schießt du und versuchst damit deinen Angreifer außer Gefecht zu setzen oder zu töten. 

Ich kann zwar nur auf mein Gefühl vertrauen, aber ich bin mir sicher, dass deine Überlebenschancen bei erster Vorgehensweise höher sind. Meine Sachen und mein Geld sind mir nicht Ansatzweise so wichtig wie mein Leben. Ich bevorzuge es mein Hab und Gut demütig herzugeben, um dabei die Chancen zu erhöhen, dass die Drohung auch lediglich eine solche bleibt. Sieht der Angreifer sich nämlich selbst mit einer Waffe konfrontiert, oder hat auch nur das Gefühl, dass dies der Fall sein könnte, so steigt die Wahrscheinlichkeit, dass er von seiner Waffe gebraucht macht, ins unermessliche. Der Angreifer hängt nämlich auch an seinem Leben und hat im Gegensatz zu dir bereits gezielt. Somit denke ich, dass es im Endeffekt sicherer ist, keine Waffe mit sich zu führen. Aber fragt da am Besten noch mal bei der NRA nach. 

Dein Freund und Helfer

Von den Gefahren Asuncións habe ich nun berichtet. Wirft das nicht die Frage auf, was die Polizei den ganzen Tag so treibt? Polizisten existieren nämlich auch in Paraguay. Sogar gar nicht so wenige, wie ich das Gefühl hatte. Auch Abends hatte ich den Eindruck, dass keine geringe Menge Polizisten durch die Straßen patroullieren. Eines Nachts bin ich mit den anderen Gästen meines Hostels ausgegangen und auf dem Weg fuhr ein Streifenwagen an uns vorbei. Da wies mich einer der Deutschen zurrecht, ich solle die Polizei gefälligst nicht so ansehen. Gerade vor der Polizei solle man sich so unauffällig wie möglich verhalten. Warum? Das ist schnell erklärt: Ihn hat die Polizei bereits zwei mal völlig ausgenommen. Dabei wurde ihm unter anderem sein Notebook, sein Smartphone und Geld geklaut. Einer Gruppe von drei Gesetzesvertetern, die nichts als das Gegenteil tun, ist man nämlich ganz schön ausgeliefert. Die Polizei braucht man in einem solchen Moment nämlich nicht zu rufen. Außerdem erklärt das wohl ziemlich gut, warum die Verbrechensbekämpfung nicht besonders erfolgreich ist. Also, Vorsicht vor der Polizei, die ist hier nicht dein Freund und Helfer. 

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